Die Eiche in verschiedenen Kulturen

Die Eiche hat nicht nur bei den Kelten eine symbolische Bedeutung. Über verschiedene Kulturen hinweg gilt sie als Symbol für Stärke, Beständigkeit und Weisheit. In vielen Kulturen galt die Eiche sogar als heiliger Baum. Deshalb findet man in der Mythologie und Folklore zahlreiche Geschichten über die Eiche und ihre Verbindung zu Göttern. 

  • So weihten die Germanen die Eiche dem Gewittergott Donar. Sie nutzten Eichenhaine, um Opfergaben an die Götter zu bringen. In den heiligen Hainen der Germanen war das Fällen von Bäumen streng verboten, und wer es wagte, eine Eiche zu fällen, konnte mit der Todesstrafe rechnen. 
  • In der griechischen Mythologie wurde die Eiche oft mit dem Gott Zeus in Verbindung gebracht. 
  • In der nordischen Mythologie galt die Eiche als heiliger Baum des Donnergottes Thor. Der Donner wurde als "Hammerschlag" von Thor angesehen, der die Eiche fällte. 
  • Bei den Römern war die Eiche der Baum des Jupiters, des Gottes der Fülle und der reichen Ernte. 
  • Bei den Iren war die Eiche dem Wettergott Dagda geweiht
  • und bei den Slawen dem Donnergott Perun, dessen Name vom indoeuropäischen Wort für Eiche abgeleitet ist. 

Es ist auffallend, dass die Eiche immer wieder mit Donner- oder Wettergöttern in Verbindung gebracht wurde. Das könnte an der Vermutung liegen, dass Eichen besonders häufig vom Blitz getroffen werden. So empfiehlt eine Volksweisheit während einem Gewitter Abstand von Eichen zu halten: „Vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen!“ Allerdings werden Eichen generell nicht häufiger vom Blitz getroffen als andere Bäume. Ein besserer Erklärungsansatz ist, dass die Eiche ein hoher und oftmals allein stehender Baum ist und diese Merkmale allgemein anziehend für Blitze sind.