Es gibt weltweit etwa 600 verschiedene Arten dieser typisch mitteleuropäischen Baumart, die in Deutschland knapp 12% der Waldfläche ausmacht. Damit sind sie nach der Rotbuche die zweithäufigste Laubbaumgattung in der Bundesrepublik. Dabei sind die Traubeneiche und die Stieleiche, die in Europa am häufigsten vertretenen Eichenarten. Die Traubeneiche kann bis zu 800 Jahre alt werden, während die Stieleiche zwischen 500 und 1000 Jahre alt werden kann.
Die Hauptverbreitung der Traubeneiche liegt im tieferen Bergland, da sie wärmere Lagen bevorzugt. Die Stieleiche hingegen ist ein Baum der Auengebiete. Beide Eichenarten unterschieden sich vor allem hinsichtlich ihrer Ansprüche an die Wasserversorgung.
Generell benötigt die Stieleiche mehr Feuchtigkeit und mehr Nährstoffe. Anhand der makroskopisch erkennbaren Blattmerkmale lassen sich die beiden Arten zu allen Jahreszeiten recht zuverlässig unterscheiden.
| MERKMAL | TRAUBENEICHE | STIELEICHE |
| Lateinische Bezeichnung | Quercus petraea | Quercus robur |
| Länge des Blattstiels | lang | kurz |
| Buchten | weniger tief | tief |
| Blattadern | keine Blattadern in den Buchten | Blattadern laufen zu den Buchten |
| Blattgrund | weniger geöhrt | oft geöhrt |
| Blattsymetrie | parallel | rauteförmig |
| Herbstfärbung Blattunterseite | violett-stichig (Kakaofarbe) | nicht violett-stichig |
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